Historie

Der "Ordentlich-Wöchentliche Ulmische Anzeigs-Zettel" wird herausgegeben

Das "Ulmer Tagblatt" wurde gegründet und 1877 vom Ebner Verlag übernommen.

Die Nationalsozialisten zerstören schon kurz nach der Machtübernahme die freie Presse. Das "Ulmer Tagblatt" wird gleichgeschaltet und mit dem von der nationalsozialistischen Verlags-GmbH "Ulmer Sturm" seit 1931 herausgegebenen Propagandablatt zum "Ulmer Tagblatt - Ulmer Sturm - Alleiniges Amtsblatt" und parteiamtliches Organ der Stadt Ulm zusammengeschlossen.

Kurt Fried, Johannes Weißer und Paul Thielemann erhalten am 9. November 1945, kaum ein halbes Jahr nach Kriegsende, von den amerikanischen Besatzungsbehörden die Lizenz zur Herausgabe der "Schwäbische Donau Zeitung". Kurt Fried, Johannes Weißer und Paul Thielemann beschrieben die "Schwäbische Donau Zeitung" mit den Worten „demokratische Freiheit, soziale Gerechtigkeit und wahre Kultur“.

Hergestellt wurden die ersten Zeitungen in Blaubeuren, wo die Ebnersche Druckerei einen Notbetrieb aufgenommen hatte.

Kurt Fried war gelernter Journalist, von 1926 erst Volontär, dann bis 1930 Schriftleiter der Tageszeitung Ulmer Abendpost, der Zeitung der Deutsch-Demokratischen Partei, deren Erscheinen 1930 eingestellt wurde. Von 1930 bis 1933 war er Theater- und Kunstkritiker für zwei Ulmer Tageszeitungen, Donauwacht und Ulmer Schnellpost, durfte dann aber nicht mehr publizieren, weil sein Vater Jude war.

Das Ulmer Kulturleben wurde von Kurt Fried als Galerist des "studio f" geprägt. 1978 hat er seine hochklassige Sammlung europäischer und amerikanischer Kunst der 1950er bis 1970er Jahre an das Ulmer Museum gestiftet. Nach seinem Tod 1981 stockte Inge Fried, seine Ehefrau, die Stiftung noch um 100 weitere Werke auf. Auch an der Entwicklung der Ulmer Volkshochschule zu einem Bildungsort von beispielhaft antifaschistischem Geist, ist nicht nur Inge Scholl und Otl Aicher zu danken, sondern auch Kurt Fried.

Sein beruflicher Werdegang und seine Persönlichkeit ließen Kurt Fried zum publizistisch maßgeblich prägenden Mann für die "Schwäbische Donau Zeitung" werden, auch nachdem sie längst wieder in den Besitz der Familie Ebner übergegangen war und auch, nachdem das Blatt 1968 in SÜDWEST PRESSE umbenannt worden war.

Schon 1952 hatte die Familiengesellschaft J. Ebner erste bedeutende Verträge mit dem Zeitungsverlag geschlossen. 1955, nach dem Tod von Johann Weißer, treten Max und Carl Ebner als Mitherausgeber (50 Prozent) der "Schwäbische Donau Zeitung" ein.

Im selben Jahr nahm auch Eberhard Ebner, der Sohn von Carl Ebner, seine Tätigkeit auf, der noch heute der Beiratsvorsitzende der NEUE PRESSEGESELLSCHAFT ist. Er versteht die SÜDWEST PRESSE und die in ihrem Umfeld entstandene Kooperation zahlreicher württembergischer Lokalzeitungen ungeachtet weiterreichender Engagements im Pressebereich als Schwerpunkt der verlegerischen Interessen der Verlagsgruppe Ebner Ulm.

Die Tageszeitung "Ulmer Nachrichten", die ebenfalls seit 1949 erschienen war, fusioniert mit der "Schwäbischen Donauzeitung".

Die "Schwäbische Donau Zeitung" wird in SÜDWEST PRESSE umbenannt. Es beginnt die SÜDWEST PRESSE-Kooperation mit dem Anschluss von neun Lokalzeitungen aus dem westlichen Württemberg (Tübingen, Balingen, Schwenningen, Metzingen/Urach, Reutlingen) und weiteren Lokalzeitungen, deren Verbreitungsgebiet in Ostwürttemberg (u.a. in Aalen, Schwäbisch Hall, Bad Mergentheim, Crailsheim) sowie im Großraum Stuttgart lag.

Die SÜDWEST PRESSE schließt sich mit der Neuen Württembergischen Zeitung Göppingen (NWZ) zusammen, deren Verlag tritt in diesem Zusammenhang als Gesellschafter (50 Prozent) in den Ulmer Zeitungsverlag (heute NEUE PRESSEGESELLSCHAFT) ein.

Das unter der Leitung von Helmut Acker (1981 bis 2007 Geschäftsführer der NEUE PRESSEGESELLSCHAFT) errichtete Druckhaus Ulm im Donautal nimmt seinen Betrieb auf.

Die NEUE PRESSEGESELLSCHAFT engagiert sich im privaten Rundfunk. Indirekt hält sie heute neben Radio 7 auch Anteile an Radio Regenbogen und dem Berliner Rundfunk.

Im Jahr 1998 geht die erste Website des Nachrichtenportals der SÜDWEST PRESSE online.

Die NEUE PRESSEGESELLSCHAFT investierte in neue Druckmaschinen. Ende 2011 wurde für rund 22 Mio. Euro ein neues Druckzentrum in Crailsheim errichtet. Am Standort Ulm wurden neue Druckmaschinen in Betrieb genommen, welche eine Produktionsgeschwindigkeit von 45.000 Exemplaren pro Stunde ermöglichen.

Im Jahr 2012 übernahm die NEUE PRESSEGESELLSCHAFT hundert Prozent der Anteile an der Märkischen Oderzeitung, zu der auch der Oranienburger Generalanzeiger sowie große Anzeigenblätter (Brawo, Märker, Märkischer Markt, Märkischer Sonntag) gehören.

Im Herbst 2013 führte die NEUE PRESSEGESELLSCHAFT bei ihren Lokalzeitungen ein digitales Abo-Angebot ein. Mit dem Digital-Abo haben Abonnenten die Möglichkeit die digitale Ausgaben der SÜDWEST PRESSE überall und jederzeit im Original-Layout am Computer oder auf dem Tablet zu lesen. Parallel zu den neuen digitalen Angeboten wurden auch ein Bezahlmodell für das Nachrichtenportal südwestpresse.de und seine Lokalausgaben eingeführt.

Das Unternehmen NEUE PRESSEGESELLSCHAFT stellt sich erstmals auf einer Unternehmenswebsite vor.

Zum 1. Mai 2015 trennten sich NEUE PRESSEGESELLSCHAFT und Tauber-Zeitung. Die Fränkische Nachrichten Verlags-GmbH wird den Traditionstitel Tauber-Zeitung fortführen.

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